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	<title>Die 60er und 70er Jahre &#187; 1961</title>
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	<description>Zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts im Fokus</description>
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		<title>Die 60er Jahre – eine Nation im Wandel</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 15:56:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Artikel aus dem Bereich 60er und 70er Jahre wird unterstützt von: Kommen Sie in den Genuss von mehr als 2150 Satellitenprogrammen ohne monatliche Gebühren! In nur 5 Minuten verwandelt sich Ihr Computer in ein fantastisches Fernsehgerät! &#124; Wenn Sie an dieser Stelle Kunden finden möchten finden Sie » HIER alle Informationen &#124; Die Pille, [...]]]></description>
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<p>Als 1961 die damalige DDR-Regierung mit dem Bau der Berliner Mauer begann, stockte der Welt der Atem. Ebenso sorgte der Vietnam Krieg weltweit für Proteste. Plötzlich war nichts mehr so wie zuvor. Sowohl in West- wie in Ostdeutschland stellte die junge Generation die bis dato sehr autoritäre Politik der Adenauer- oder Ulbrich-Regierungen in Frage. Studentenproteste, die Bildung der Außerparlamentarischen Opposition (APO) und der terroristischen Gruppierung RAF um Andreas Baader und Gudrun Ensslin waren vor allem in Westdeutschland die Folge. Keine Frage, die 60er Jahre veränderten die Politik maßgeblich. Die Folgen sind bis heute spürbar. Ohne die damaligen Veränderungen im politischen System wäre die Gründung von politischen Parteien wie den Grünen oder die Linke kaum denkbar. Doch auch gesellschaftlich haben die 60er Jahre für Aufsehen gesorgt. Millionen Zuschauer verfolgten aufgeregt die Landung des ersten Menschen auf dem Mond. Der Kauf eines Autos wurde durch den allmählichen Anstieg des Bruttosozialproduktes für beinahe jeden Bundesbürger möglich &#8211; und damit auch die hemmungslose Reiselust in ferne Länder. Und dank einer englischen Designerin namens Mary Quant zeigte das weibliche Geschlecht selbst im Winter viel Bein im Minirock.</p>
<p>Das Internetmagazin <a href="http://www.tipps-vom-experten.de" target="_blank">www.tipps-vom-experten.de</a> ist in der Reportage „Die 60er Jahre – eine Nation im Wandel“ auf Spurensuche gegangen. Das Ergebnis ist ebenso spannend wie überraschend. So hat nicht nur Oswalt Kolle und die Einführung der Pille zu einem völlig neuen Verhältnis zwischen Mann und Frau geführt und die sexuelle Revolution eingeleitet, auch eine Gruppe von englischen Angestellten, auch „Mods“ genannt, revolutionierte mit ihrem gestyltem Outfit die Modeindustrie gewaltig. Und nicht zuletzt sorgte die Musik der Beatles oder Jimmi Hendrix und deutschem Schlager wie Connie Francis’ „Ein schöner, fremder Mann“ für den weiteren Bruch zwischen den Generationen. Der Bericht „Die 60er Jahre – eine Nation im Wandel“ ist eine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig eine Reise in die Gegenwart und die Zukunft.</p>
<p>Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.</p>
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		<title>ein Publikumsliebling</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 07:41:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bob Dylan</dc:creator>
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</html></div><p>Vielleicht ist Liselotte Pulver in der neuen Ausgabe der ARD-Reihe „Legenden“ an der Stelle am meisten beredt, wo sie nichts sagt. Man hatte in den vergangenen Jahren wenig gehört von der mittlerweile 79-jährigen Schauspielerin. Vielen Fans dürften neben dem lautem Lachen und Bildern aus dem unvergesslichen „Piroschka“-Film vor allem die privaten Schicksalsschläge aus den Jahren 1989 und 1992 in Erinnerung sein, als erst Lilo Pulvers 21-jährige Tochter von der Berner Münsterplattform in die Tiefe stürzt. Drei Jahre später stirbt nach 30 Jahren Ehe ihr Mann, der Schauspieler Helmut Schmidt, die große Liebe ihres Lebens. Gefundene Fressen für Boulevardblätter. Zu all dem sagte Lilo Pulver, die nun am Stadtrand von Bern in einem Haus für betreutes Wohnen wohnt, der Autorin Birgit Kienzle nichts mehr. <span id="more-148"></span></p>
<p>Sie wolle ihre Ruhe haben, hieß es für das Team zunächst. Ein Jahr lang hatte man sich um ein Interview bemüht, Blumenstrauß um Blumenstrauß geschickt, um eine der größten deutschsprachigen Komödiantinnen zu treffen. Am Ende hat es geklappt. Es wird eine Reise in die Vergangenheit. Die Doku zeichnet in erster Linie die Karriere einer Schauspielerin nach, die im deutschsprachigen Raum ihresgleichen sucht, nicht nur wegen dieses mitreißenden Lachens. Die große Zeit der Schauspielerin waren die 50er und 60er Jahre – die Zeit des „Deutschen Nachkriegsfilms“, als das Kino mehr als Unterhaltung war: ein Fluchtort, um die Zerstörung, die die Nazizeit hinterlassen hatte, zu vergessen.</p>
<p>Lilo-Fans wie Hellmuth Karasek oder Kabarettistin Maren Kroyman erinnern daran: Fast wäre die Pulver ja ein Weltstar geworden. International bekannt wurde sie 1961 in Billy Wilders Komödie „Eins, zwei, drei“, in der sie das kaugummikauende, blonde deutsche Fräuleinwunder spielte und in einem gepunkteten Kleid auf dem Tisch tanzt. Schon Ende der 50er Jahre wird ihr eine Rolle in „Ben Hur“ und eine Hauptrolle an der Seite von Charlton Heston in „El Cid“ angeboten. Weil Lilo Pulver vertraglich gebunden ist und „Gustav Adolfs Pagen“ spielen muss, bekommt Sophia Loren diese Rolle. Aus der Hollywood-Karriere wird nichts. Noch heute könne sie sich „in den Hintern beißen“, sagt sie in ihrem Zimmer im Berner Altersheim.</p>
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		<title>Technische Entwicklungen der 60er Jahre</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 09:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bob Dylan</dc:creator>
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</html></div><p>In den 60er Jahren wurde der technische Fortschritt in vielen Bereichen vorangetrieben. Raumfahrt und Kernenergie sind die wohl herausragendsten Beispiele.</p>
<p>In der Raumfahrt fand seit den 50er Jahren eine Art &#8220;Wettrennen&#8221; zwischen den USA und der Sowjetunion statt. Die Sowjetunion schickte am 4. Oktober 1957 den ersten Sputnik-Satelliten ins All. Am 3. November folgte Sputnik 2 mit der Hündin Lajka an Bord, die damit das erste Lebewesen im Weltraum wurde. 1958 wurde in den USA die NASA als zivile Raumfahrtbehörde gegründet. Man hoffte so, mit den Sowjets Schritt halten zu können. Ab 1961 arbeiteten die Amerikaner am sogenannten Gemini-Projekt, welches Raumkapseln entwickeln sollte, die einen mehrtägigen, bemannten Raumflug ermöglichten. <span id="more-142"></span></p>
<p> </p>
<p>Gleichzeitig entwickelte man seit 1963 Mercury-Raketen, welche die Kapseln ins All trugen. Das sowjetische Gegenstück zu Gemini war die Raumkapsel Wostok. Am 12. April 1961 flog in &#8220;Wostok 1&#8243; Juri Gagarin als erster Mensch in den Weltraum. Nach dem Start vom kasachischen Kosmodrom Baikonur (Tjuratam) umkreiste die Raumkapsel einmal die Erde. Während des Flugs führte Gagarin einige Tests durch, die beweisen sollten, dass der Mensch auch unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit arbeiten kann. &#8220;Wostok 2&#8243; startete am 6. August 1961 und umkreiste 17-mal die Erde. Damit hatten die sowjetischen Wissenschaftler einen erheblichen Vorsprung gegenüber der amerikanischen Konkurrenz. Am 2. März 1965 machte der Kosmonaut Alexei Leonow von &#8220;Woschod 2&#8243; aus den ersten Weltraumspaziergang. Leonow gelangte über eine aufblasbare Luftschleuse in den freien Weltraum und hielt sich zwölf Minuten außerhalb des Raumschiffs auf.</p>
<p>Ehrgeiziges Ziel von Sowjetunion und USA war die Landung auf dem Mond. Für diese Mission entwickelten die Amerikaner das Raumschiff Apollo; die UdSSR hielten mit dem Raumfahrzeug Sojus dagegen. 1967 sorgten sowohl Apollo als auch Sojus 1 für negative Schlagzeilen: Bei einem Bodentest der Apollo kam es zu einem Brand, bei dem alle drei Astronauten in der Kapsel verbrannten. Wladimir Komarow, Kosmonaut auf der Sojus, verunglückte bei der Landung tödlich. Zwei Jahre später war es endlich soweit: Am 16. Juli 1969 startete die Apollo 11 in den Weltraum, am 20. Juli setzte die Landefähre &#8220;Eagle&#8221; auf: Einen Tag später betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Die spektakuläre Mission wurde live im Fernsehen übertragen. Diese Fortschritte führten dazu, dass man der Raumfahrt ein enormes Entwicklungspotential zurechnete. Mond-Tourismus schien in erreichbarer Nähe zu sein. Die ersten Reisebüros nahmen Buchungen entgegen.</p>
<p>Nachdem die UdSSR feststellen musste, dass sie das Rennen um die Erstlandung auf dem Mond verloren hatten, versuchten sie, ab 1971 im Saljut-Programm die erste Raumstation ins All zu bringen. Die Amerikaner zogen zwei Jahre später mit dem Skylab-Programm nach. Seit 1967 schon arbeiteten die Sowjets an der Entwicklung eines wiederverwertbaren Raumgleiters, die schließlich wegen zu hoher Kosten eingestellt wurde. In den USA entwickelte man seit 1972 das Konzept des Space-Shuttle, das eigenständig wieder in die Erdatmosphäre eintreten kann. 1986 schickten die Sowjets die MIR ins All. Die MIR befindet sich noch heute im All und ist die am längsten betriebene Raumstation überhaupt. Im Zuge der politischen Umwälzungen in der Sowjetunion entwickelte sich aus dem Gegeneinander allmählich ein Miteinander, 1985 beispielsweise koppelte eine amerikanische Apollo-Kapsel erstmals erfolgreich an eine sowjetische Saljut-Station an. Neuestes Projekt ist die Internationale Raumstation ISS, welche die MIR ablösen soll und an der sich verschiedene Nationen, u. a. die USA und Russland beteiligen.</p>
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		<title>August 1961</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Aug 2008 07:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bob Dylan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[August]]></category>
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		<category><![CDATA[Mauerbau]]></category>

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</html></div><h2>der Bau der Berliner Mauer beginnt</h2>
<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Berlinermauer.jpg"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5d/Berlinermauer.jpg" border="0" alt="Bild:Berlinermauer.jpg" width="400" height="300" /></a></p>
<p>Die Berliner Mauer, in der DDR-Propaganda euphemistisch auch als „antifaschistischer Schutzwall“ und „befestigte Staatsgrenze“ bezeichnet, war über 28 Jahre ein Teil der innerdeutschen Grenze. Sie trennte vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 innerhalb der Viersektorenstadt ganz West-Berlin vom Ostteil und dem umgebenden Gebiet der DDR. Sie war eines der markantesten Symbole für den Ost-West-Konflikt und die Teilung Deutschlands. Bei den Versuchen, die 167,8 Kilometer langen, schwer bewachten Grenzanlagen in Richtung West-Berlin zu überwinden, wurden viele Menschen getötet. Die genaue Zahl der Maueropfer ist umstritten und nicht gesichert, die Angaben schwanken zwischen 86 und 238 Todesfällen.</p>
<p><span id="more-26"></span></p>
<p>Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde Deutschland auf Beschluss der Jaltakonferenz in vier Besatzungszonen aufgeteilt, die von den alliierten Staaten USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich kontrolliert und verwaltet wurden. Analog wurde Berlin als ehemalige Hauptstadt des Deutschen Reiches in vier Sektoren geteilt. Wenig später begann auf verschiedensten Ebenen der Kalte Krieg zwischen West und Ost. Berlin wurde zu einem zentralen Gebiet vom gegenseitigen Bespitzelungen der Geheimdienste aus Ost und West. 1948 kam es im Kalten Krieg mit der Berlin-Blockade der Sowjetunion zu einer ersten großen Krise. Am 23. Mai 1949 wurde in den drei Westzonen die Bundesrepublik Deutschland und am 7. Oktober des gleichen Jahres in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) die DDR gegründet. Formal hatte Berlin den Status einer bezüglich deutschen Militärs entmilitarisierten Viersektorenstadt und war unabhängig von den beiden deutschen Staaten, was jedoch in der Praxis wenig Bedeutung hatte – West-Berlin näherte sich in vielem dem Status eines Bundeslandes an und wurde von bundesdeutscher Seite auch als solches betrachtet[2], allerdings wurde später im Rahmen der Entspannungspolitik und der Ostverträge darauf verzichtet, in West-Berlin Sitzungen des Bundestages, -rates und der Bundesversammlung stattfinden zu lassen. Ost-Berlin wurde bei der Gründung der DDR vertragswidrig Hauptstadt, die propagandistische Bezeichnung Hauptstadt der DDR wurde allerdings erst später eingeführt.</p>
<p>Bereits im Sommer 1945 wurden Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen, die sog. „Zonengrenzen“ gezogen. Teilweise wurden Schlagbäume und weiß-gelbe Holzpfeiler errichtet sowie Farbmarkierungen an Bäumen vorgenommen. Es war nun eine Genehmigung erforderlich, um die Zonengrenze zu überschreiten, nur für Pendler und Bauern wurde ein kleiner Grenzverkehr eingeführt. Auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) wurde in der SBZ eine Grenzpolizei aufgebaut, die am 1. Dezember 1946 erstmals aktiv wurde, Bestimmungen für den Gebrauch der Schusswaffe wurden erlassen. Für Reisen zwischen der SBZ und den Westzonen mussten nun Interzonenpässe beantragt werden. Erste Grenzanlagen wurden auf der Ostseite errichtet, insbesondere in Waldgebieten Stacheldraht-Hindernisse, an grenzüberschreitenden Straßen und Wegen Straßensperren.</p>
<p>Seit der Errichtung der DDR flüchteten Bürger in steigender Zahl in die Bundesrepublik, wobei auch abenteuerliche Fluchtmöglichkeiten ergriffen wurden. Seit 1952 wurde die innerdeutsche Grenze durch die DDR mittels Zäunen, Bewachung und Alarmvorrichtungen gesichert.</p>
<p>Es wurde eine fünf Kilometer breite Sperrzone eingerichtet, die nur mit einer Sondergenehmigung – typischerweise für Anwohner – betreten werden durfte. Hin zur Grenze gab es wiederum einen 500 Meter breiten Schutzstreifen, an den sich unmittelbar an der Grenze ein zehn Meter breiter Kontrollstreifen anschloss.</p>
<p>Offen blieb hingegen die 45,1 km lange Sektorengrenze als Stadtgrenze zwischen West-Berlin und Ost-Berlin, die kaum zu kontrollieren war und wie ein Schlupfloch wirkte. Zwischen 1949 und 1961 verließen etwa 2,6 Millionen Bürger die DDR und Ost-Berlin, davon flohen alleine 1961 in den beiden ersten Augustwochen 47.433 DDR-Bürger. Außerdem war für viele Polen und Tschechen West-Berlin ein Tor in den Westen. Da es sich dabei oft um gut ausgebildete junge Menschen handelte, bedrohte diese Abwanderung die Wirtschaftskraft der DDR und letztlich den Bestand des Staates. Etwa 50.000 Ost-Berliner arbeiteten zudem als sogenannte Grenzgänger in West-Berlin, lebten und wohnten aber zu den finanziell günstigen Bedingungen in Ost-Berlin oder im Berliner Umland. Am 4. August 1961 wurden die Grenzgänger per Verordnung durch den Ost-Berliner Magistrat angewiesen, sich registrieren zu lassen und Mieten sowie Mietnebenkosten künftig in DM (West) zu zahlen. Schon vor dem Mauerbau kontrollierte die Volkspolizei im Ostteil Berlins die in den Westteil der Stadt führenden Straßen und Verkehrsmittel intensiv auf so genannte verdächtige „Republikflüchtlinge“ und „Schmuggler“. Außerdem kauften viele West-Berliner und in West-Berlin arbeitende Ost-Berliner, mit der auf dem Devisenschwarzmarkt günstig getauschter Ostmark – Umtauschkurs ca. 1:4 – die vergleichsweise billigen Grundnahrungsmittel und die wenigen hochwertigen Konsumgüter in Ost-Berlin. Das planwirtschaftliche Wirtschaftssystem auf östlicher Seite wurde dadurch zusätzlich geschwächt. Die Mauer sollte den Machthabern des Ostblocks dazu dienen, die umgangssprachlich so bezeichnete „Abstimmung mit den Füßen“, weg aus dem „Sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaat“, endgültig durch Abriegelung der Grenzen zu stoppen.</p>
<p>Der Plan zum Bau der Mauer in Berlin war ein Staatsgeheimnis der DDR-Regierung.</p>
<p>Die Mauer wurde auf Geheiß der SED-Führung unter Schutz und Überwachung durch Volkspolizisten und Soldaten der Nationalen Volksarmee von Bauarbeitern errichtet – entgegen den Beteuerungen des Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht auf einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin am 15. Juni 1961. Die Journalistin Annamarie Doherr von der Frankfurter Rundschau hatte damals die Frage gestellt:</p>
<p>„Ich möchte eine Zusatzfrage stellen. Doherr, Frankfurter Rundschau. Herr Vorsitzender, bedeutet die Bildung einer freien Stadt Ihrer Meinung nach, dass die Staatsgrenze am Brandenburger Tor errichtet wird? Und sind Sie entschlossen, dieser Tatsache mit allen Konsequenzen Rechnung zu tragen?“</p>
<p>Walter Ulbricht antwortete:</p>
<p>„Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten, ja? Ääh, mir ist nicht bekannt, dass [eine] solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt hauptsächlich mit Wohnungsbau beschäftigen und ihre Arbeitskraft voll eingesetzt wird. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“</p>
<p>Ulbricht war damit der erste, der den Begriff Mauer in diesem Bezug verwendete – zwei Monate, bevor sie überhaupt stand.</p>
<p> <br />
Zwar wurden die Westalliierten durch Gewährsleute über die Planung „drastischer Maßnahmen“ zur Abriegelung von West-Berlin informiert, vom konkreten Zeitpunkt und Ausmaß der Absperrung gaben sie sich jedoch öffentlich überrascht. Da ihre Zugangsrechte nach West-Berlin nicht beschnitten wurden, griffen sie nicht militärisch ein. Die Außenminister der drei Westmächte und der Bundesrepublik beschlossen am 7. August in Paris, vorbereitende Maßnahmen zu treffen, um einer kritischen Situation in Berlin begegnen zu können.</p>
<p>Auch der Bundesnachrichtendienst (BND) hatte ähnliche Informationen bereits Mitte Juli erhalten. Nach Ulbrichts Besuch bei Chruschtschow während des hochrangigen Treffens der Warschauer Paktstaaten in Moskau vom 3. bis 5. August stand im BND-Wochenbericht vom 9. August:</p>
<p>„Vorliegende Meldungen zeigen, daß das Pankower Regime sich darum bemüht, die Einwilligung Moskaus für die Inkraftsetzung durchgreifend wirksamer Sperrmaßnahmen – wozu insbesondere eine Abriegelung der Berliner Sektorengrenze und die Unterbrechung des S- und U-Bahn-Verkehrs in Berlin gehören würde – zu erhalten. […] Es bleibt abzuwarten, ob und wie weit Ulbricht […] in Moskau […] mit entsprechenden Forderungen durchzudringen vermochte.“</p>
<p>In der veröffentlichten Erklärung der Teilnehmerstaaten des Treffens des Warschauer Pakts wurde vorgeschlagen, „an der Westberliner Grenze der Wühltätigkeit gegen die Länder des sozialistischen Lagers den Weg zu verlegen und um das Gebiet Westberlins eine verlässliche Bewachung und wirksame Kontrolle zu gewährleisten.“ Am 7. August kündigte Ministerpräsident Chruschtschow in einer Rundfunkrede eine Verstärkung der sowjetischen Streitkräfte an den Westgrenzen und die Einberufung von Reservisten an. Am 11. August billigte die Volkskammer der DDR die Ergebnisse der Moskauer Beratung und bevollmächtigte den Ministerrat zu allen entsprechenden Maßnahmen. Der Ministerrat der DDR beschloss am 12. August den Einsatz der „bewaffneten Organe“ zur Besetzung der Grenze zu West-Berlin und zur Errichtung von Grenzsperren.</p>
<p>Am Samstag, dem 12. August, ging beim BND aus Ost-Berlin folgende Information ein: „Am 11. August 1961 hat eine Konferenz der Parteisekretäre der parteigebundenen Verlage und anderer Parteifunktionäre beim ZK der SED stattgefunden. Hier wurde u. a. erklärt: […] Die Lage des ständig steigenden Flüchtlingsstroms mache es erforderlich, die Abriegelung des Ostsektors von Berlin und der SBZ in den nächsten Tagen – ein genauer Tag wurde nicht angegeben – durchzuführen und nicht, wie eigentlich geplant, erst in 14 Tagen.“</p>
<p>In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 begannen die NVA, 5000 Angehörige der Deutschen Grenzpolizei (Vorläufer der Grenztruppen), 5000 Angehörige der Schutz- und Kasernierten Volkspolizei und 4500 Angehörige der Betriebskampfgruppen die Straßen und Gleiswege nach West-Berlin abzuriegeln. Sowjetische Truppen hielten sich in Gefechtsbereitschaft und waren an den alliierten Grenzübergängen präsent. Alle noch bestehenden Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Teilen Berlins wurden unterbrochen. Dies betraf allerdings nur noch die U-Bahn und die S-Bahn. Jedoch waren die West-Berliner S-Bahn- und U-Bahn-Linien auf den Tunnelstrecken unter Ost-Berliner Gebiet nur insoweit betroffen, dass die Stationen abgesperrt wurden und ein Ein- bzw. Ausstieg nicht mehr möglich war. Die Züge fuhren ab dem 13. August abends ohne planmäßigen Halt durch die zu so genannten Geisterbahnhöfen gewordenen Stationen. Nur die den Bahnhof Friedrichstraße berührenden Linien hatten einen Halt zum Erreichen der dort eingerichteten Grenzübergangsstelle. Erich Honecker war als damaliger ZK-Sekretär für Sicherheitsfragen für die gesamte Planung und Umsetzung des Mauerbaus politisch im Namen der SED-Führung verantwortlich.</p>
<p>Die Bezeichnung eines einzelnen Tages als „Bau der Mauer“ ist vollkommen unzutreffend, da an diesem Tag „nur“ die Sektorengrenze abgeriegelt wurde. Vielfach wurde zunächst nur ein Zaun errichtet bzw. Hauseingänge zugemauert. Auch in den Tagen nach dem Mauerbau kam es noch zu vielfachen Fluchtversuchen, zum Teil aus den Fenstern der unmittelbar auf der Grenze stehenden Häuser, wo Zug um Zug zunächst die Fenster der unteren Geschosse zugemauert wurden um später die Häuser ganz abzureißen. Die Abriegelung brachte auch obskure Situationen mit sich, vor allem im Bereich der Exklaven, wo es später teilweise auch zu Gebietsaustauschen kam. Interessanterweise wurde das Lenne-Dreieck, obwohl zu Ost-Berlin gehörend, bei der Mauer ausgespart. Mangels Befugnis der West-Berliner Behörden entwickelte sich das Terrain zeitweise zu einem faktisch rechtsfreien Raum.</p>
<p>Die sowjetische Regierung erklärte am 24. August, dass die Luftkorridore nach West-Berlin zur Einschleusung westdeutscher „Agenten, Revanchisten und Militaristen“ missbraucht würden. West-Berlin gehöre nicht zur Bundesrepublik; deshalb könne sich die Kompetenz von Amtsstellen der Bundesrepublik nicht auf Berlin erstrecken.</p>
<p>Bis zum September 1961 desertierten allein von den eingesetzten Sicherungskräften 85 Mann nach West-Berlin, außerdem gab es 216 gelungene Fluchtversuche von 400 Menschen. Unvergessen sind bekannt gewordene Bilder von an Bettlaken aus den angrenzenden Häusern herabgelassenen Flüchtlingen und dem den Stacheldraht überspringenden jungen Grenzpolizisten Conrad Schumann in der Bernauer Straße.<br />
Quelle:wikipedia.de</p>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 13:10:06 +0000</pubDate>
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</html></div><h2>Juri Gagarin ist der erste Mensch im All</h2>
<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/03/Gagarin_space_suite.jpg"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/03/Gagarin_space_suite.jpg" border="0" alt="Bild:Gagarin space suite.jpg" width="358" height="480" /></a></p>
<p>Juri Alexejewitsch Gagarin (russisch Юрий Алексеевич Гагарин, wiss. Transliteration Jurij Alekseevič Gagarin; * 9. März 1934 in Kluschino bei Gschatsk, Russische SFSR; † 27. März 1968 bei Nowosjolowo im Rajon Kirschatsch) war ein sowjetischer Kosmonaut und der erste Mensch im Weltall.</p>
<p>Juri Gagarin wurde am 9. März 1934 im Dorf Kluschino geboren, sein Vater war Zimmermann, die Mutter Kolchosbäuerin; er hatte zwei Brüder und eine Schwester. 1941 wurde er in die Dorfschule von Kluschino eingeschult, der Schulbesuch wurde aber durch den Zweiten Weltkrieg und die Besetzung des Dorfes durch deutsche Soldaten unterbrochen. Seine Schwester und einer seiner Brüder wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt, kehrten aber nach dem Krieg zurück.</p>
<p>In die Zeit des Krieges fällt auch ein angeblich prägendes Erlebnis, das in der Vorbildliteratur zu Gagarin stets erwähnt wird: Gagarin soll gesehen haben, wie ein sowjetischer Jagdflieger in seiner Nähe landete, um einen anderen, notgelandeten Flieger mitzunehmen und so vor deutscher Gefangenschaft zu retten.</p>
<p>Nach einem Umzug in die Stadt Gschatsk besuchte Gagarin die Mittelschule. 1951 beendete er eine zweijährige Ausbildung an einer Handwerkerschule in Luberzy mit der Facharbeiterprüfung als Gießer. Anschließend studierte er am Industrietechnikum in Saratow und erhielt dort ein Diplom als Gießereitechniker.</p>
<p>Während des Studiums wurde er Mitglied des Aeroklubs in Saratow und bestand seine erste Flugprüfung am 3. Juni 1955. Im gleichen Jahr trat er in die sowjetischen Streitkräfte ein und wurde in die Fliegerschule in Orenburg aufgenommen. Am 7. November 1957 wurde Gagarin zum Leutnant befördert. Ebenfalls im Jahr 1957 heiratete er die Ärztin Valentina Gorjatschowa. Von 1957 bis 1959 diente Gagarin in der sowjetischen Luftwaffe. Sein Geschwader war am Polarkreis stationiert. Hier wurde Gagarin Mitglied der KPdSU. 1959 wurde seine Tochter Jelena geboren, am 12. März 1961, genau einen Monat vor seinem Raumflug, seine zweite Tochter Galja.</p>
<p>1960 wurde Gagarin als potenzieller Kosmonaut ausgewählt und erhielt von März 1960 bis Januar 1961 eine entsprechende Ausbildung. Er wurde vor allem wegen seines ruhigen Temperaments aus den 20 möglichen Kandidaten ausgewählt, um als erster Mensch die Erde zu verlassen. Am 12. April 1961 absolvierte er mit dem Raumschiff Wostok 1 seinen spektakulären Raumflug und umrundete dabei in 108 Minuten einmal die Erde. Er landete im Wolga-Gebiet (nicht wie vielfach berichtet in Sibirien), in der Nähe der Städte Saratow und Engels. Auf dem Landeplatz steht heute ein Denkmal, und der Jahrestag seines Raumfluges wird dort heute noch jährlich mit einer kleinen Feier begangen.</p>
<p>Gagarin war bis 1963 Kommandeur der sowjetischen Kosmonautengruppe und studierte danach an der Militärakademie für Ingenieure der Luftstreitkräfte „Prof. N. J. Schukowski“. Er war als Ersatzpilot des 1967 beim Flug von Sojus 1 tödlich verunglückten Kosmonauten Wladimir Michailowitsch Komarow vorgesehen.</p>
<p>Am 27. März 1968 verunglückte Gagarin selbst bei einem Übungsflug mit einer MiG-15 UTI tödlich. Die genauen Umstände des Absturzes sind bis heute nicht geklärt. Die Regierung verkündete damals lediglich „eine unglückliche Verkettung verhängnisvoller Umstände“ als Ursache; der Untersuchungsbericht wurde nie veröffentlicht und die damalige Erklärung nie offiziell korrigiert. Noch im März 2008 behauptete ein Mitglied der Untersuchungskommission, General Eduard Scherscher, dass grobe Fahrlässigkeiten der Piloten ursächlich waren, dies aber nicht zugegeben werden sollte, um deren Heldenstatus nicht zu gefährden.</p>
<p>Eine französische Fernsehdokumentation kam zu einem anderen Ergebnis: Im Zuge der Perestroika-Politik von Gorbatschow konnte 1987 Gagarins Kosmonautenkollege Alexej Semionow eine Wiederaufnahme der Untersuchung der Umstände von Gagarins Absturz erfolgreich durchsetzen. Dabei stellte sich heraus, dass eine Reihe von Sicherheitsstandards verletzt wurden, die schließlich zu seinem Absturz führten. Neben seiner MiG 15 befanden an diesem Tag auch noch vier weitere Flugzeuge vom Typ Suchoi in der Luft, eines davon kam seinem Flugzeug bis wenige Meter heran. Durch die Turbulenzen, die von der schnelleren und doppelt so großen Suchoi verursacht wurden, geriet die MiG ins Trudeln und in den freien Fall. Da aber der Höhenmesser nur verzögert die wirkliche Höhe anzeigte und auch der Höhenmesser der Leitwarte an diesem Tag ausgefallen war, gingen Gagarin und sein erfahrener Co-Pilot von mehr Spielraum aus als sie in Wirklichkeit hatten. Berechnungen ergaben, dass er nur zwei zusätzliche Sekunden zur Stabilisierung des Sturzfluges gebraucht hätte.</p>
<p>Gagarins Urne befindet sich in der Kremlmauer am Ehrenfriedhof auf dem Roten Platz in Moskau.</p>
<p>Quelle:wikipedia.de</p>
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