Benzin war in den 60er Jahren besonders teuer
Die aktuelle Debatte um die Benzinpreise ist ein Paradebeispiel für den Unterschied zwischen relativ und absolut. Absolut haben die Preise an den deutschen Zapfsäulen ein Rekordhoch erreicht, relativ war der Kraftstoff in den 60er Jahren viel teurer. Unter Berücksichtigung der Einkommen, der Benzinpreise und auch des Spritverbrauchs war die Belastung der Automobilisten auch in den 70er und 80er Jahren laut Statistiken etwa auf heutigem Niveau. Nur in den 90er Jahren hatten die Autofahrer eine Atempause.
“Im Langzeitvergleich ist Autofahren heute eher günstiger als vor 20 oder 30 Jahren”, bestätigt ein Experte des Instituts für Kraftfahrtwesen an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen. Entscheidend für die Beurteilung der Belastung sind die Einkommen. Und da sah es speziell in den 60er Jahren schlecht aus: Der Industriearbeiter verdiente laut Statistischem Bundesamt 1965 im Durchschnitt 418 Euro brutto im Monat.







