der Assuan-Staudamm wird feierlich eröffnet
Der Assuan-Staudamm (auch als Assuan-Hochdamm bekannt), genannt Sadd el-Ali (arabisch السد العالي), steht im südlichen Ägypten (Oberägypten) etwa 13 km südlich bzw. stromaufwärts der Stadt Assuan und staut den Nil zum riesigen Nassersee auf, der sich bis in den Sudan erstreckt, wo er Nubia-See heißt. Der Stausee hat eine Kapazität von 135–169 Milliarden Kubikmetern Wasser.
Etwa fünf Kilometer südlich von Assuan befindet sich die alte Staumauer. Sie wurde zwischen 1899 und 1902 von dem britischen Ingenieur William Willcocks erbaut, um die Wassermassen des Nils vor allem beim jährlichen Hochwasser regulieren zu können. Am 10. Dezember 1902 wurde der alte Damm in Betrieb genommen. Das Bauwerk besteht aus Granitblöcken, ist an der Sohle 35 m und an der Krone 12 m breit und etwa 2.100 m lang. In den Jahren 1907 bis 1912 und 1929 bis 1933 wurde er bis auf 54 m erhöht. Durch 180 Durchlässe konnte der Wasserstand reguliert werden und auch der für die ägyptische Landwirtschaft wichtige, sehr fruchtbare Nilschlamm konnte die Sperre passieren. Er wurde unter der Leitung von Siemens erbaut.






