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	<title>Die 60er und 70er Jahre &#187; März</title>
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		<title>8. März 1978</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 12:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bob Dylan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Artikel aus dem Bereich 60er und 70er Jahre wird unterstützt von: Kommen Sie in den Genuss von mehr als 2150 Satellitenprogrammen ohne monatliche Gebühren! In nur 5 Minuten verwandelt sich Ihr Computer in ein fantastisches Fernsehgerät! &#124; Wenn Sie an dieser Stelle Kunden finden möchten finden Sie » HIER alle Informationen &#124; Per Anhalter [...]]]></description>
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</html></div><h2>Per Anhalter durch die Galaxis &#8211; Die erste Folge lief bei BBC Radio 4</h2>
<p>Per Anhalter durch die Galaxis (Originaltitel: The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy) ist das bekannteste Werk des englischen Schriftstellers Douglas Adams. Es handelt sich um eine Mischung aus Komödie bzw. Satire und Science Fiction, die zuerst als Hörspiel vom BBC-Radio ausgestrahlt wurde.</p>
<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/e/eb/BBC.svg"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/e/eb/BBC.svg/800px-BBC.svg.png" border="0" alt="Bild:BBC.svg" width="377" height="114" /></a></p>
<p>Als Roman international erfolgreich, wurde das Werk weiterentwickelt und dabei noch in weitere Medien (Fernsehserie, <a title="Computer" href="http://www.computing24.com/" target="_blank">Computerspiel</a>, Kinofilm) umgesetzt. „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist dabei sowohl der Titel des ersten Buches als auch der gesamten Serie. Die Geschichte erlangte schon früh Kultcharakter, wobei der charakteristische Humor des Autors besonderen Anklang fand.<span id="more-42"></span><br />
Ursprünglich im Jahr 1978 als Hörspielserie für die BBC geschrieben, entwickelte Adams die Geschichte weiter, und es entstand eine Romanreihe, deren fünf Teile in den Jahren 1979 bis 1992 erschienen. Außerdem wurde 1981 – ebenfalls für die BBC – eine Fernsehserie produziert. In Zusammenarbeit mit Douglas Adams erfolgte 1984 eine Umsetzung der Geschichte für ein Computerspiel. Die Kleinkunsttheatergruppe MäGäDäm schrieb aus der Geschichte ein Musical, das sie 1997 in Hamburg aufführte. Im April 2005 kam eine Hollywood-Verfilmung des Anhalters in die Kinos. Obwohl die verschiedenen Adaptionen – Radio, Bücher, Computerspiel, Fernsehserie – im Großen und Ganzen die gleiche Handlung beschreiben, gibt es doch zahlreiche Variationen in einzelnen Punkten; es gibt sogar einige widersprüchliche Elemente und Varianten. Die Geschichte, die allen Versionen zugrunde liegt, sind die Abenteuer des Arthur Dent, eines Durchschnittsengländers, der mit knapper Not und mit Hilfe seines Freundes Ford Prefect der totalen Zerstörung des Planeten Erde durch eine außerirdische Rasse namens Vogonen entgeht. Zu Arthurs Verblüffung erweist sich sein Freund als außerirdischer Besucher, der die Erde zu Recherchezwecken für ein galaktisches Nachschlagewerk bereist und zu dessen Unglück für einige Jahre keine Weiterreisemöglichkeit gefunden hatte. Als die Flotte der Vogonen auftaucht, um die Erde zwecks Baus einer galaktischen Hyperraum-Umgehungsstraße zu zerstören, nutzt Ford die Gelegenheit und bringt sich und Arthur mittels „Subraum-Äther-Winker“ (Sub-Etha-Sens-O-Matik, eine Art elektronischer Daumen) sozusagen per Anhalter an Bord eines der Vogonenraumschiffe. Vogonen zeichnen sich jedoch nicht als besonders gastfreundliche Gesellen aus, und so werden Arthur und Ford durch eine Luftschleuse ins All befördert, allerdings hatten sie zuvor das zweifelhafte Vergnügen, etwas vogonische Dichtkunst hören zu dürfen. Anstatt nun im Weltraum umzukommen, geschieht das unfassbar Unwahrscheinliche, und die beiden werden in letzter Sekunde vom Raumschiff Herz aus Gold gerettet. An Bord dieses Raumschiffs treffen Arthur und Ford die anderen Hauptfiguren der Geschichte. Da ist zunächst ein gewisser Zaphod Beeblebrox, Halbcousin von Ford (drei ihrer Mütter sind gleich) und manchmal Präsident der Galaxis. Zaphod hatte gemeinsam mit Trillian, einer Frau, die Arthur einmal auf einer Party getroffen hatte, das Raumschiff gestohlen. Mit an Bord ist außerdem Marvin, ein zu Depressionen neigender Android – der den Gegenpol zum selbst in Krisensituationen übermäßig gutgelaunten Schiffscomputer Eddie darstellt. Man macht sich auf, den legendären Planeten Magrathea und dort massenhaft Geld zu suchen, um schließlich die Frage zur ultimativen Antwort zu finden. Die grundsätzliche Idee zu dieser Geschichte hatte Adams nach eigenen Angaben, als er per Anhalter in Österreich unterwegs war und bei Nacht in etwas angetrunkenem Zustand in den Acker neben einer Landstraße und sein Blick in den Sternenhimmel fiel.</p>
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		<title>März 1974</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 08:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bob Dylan</dc:creator>
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</html></div><h2>In <a title="China" href="http://www.chinacochrane.org/" target="_blank">China</a> wird die Terrakotta-Armee entdeckt</h2>
<p>Das Mausoleum Qín Shǐhuángdìs ist eine frühchinesische Grabanlage aus dem Jahre 210 v. Chr., welche für den ersten chinesischen Kaiser Qín Shǐhuángdì erbaut wurde. Es ist einer der größten Grabbauten weltweit und ebenso bekannt für seine Soldatenfiguren, die Terrakottaarmee.</p>
<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/96/20021201051552_-_Terracotta_Army.jpg"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/96/20021201051552_-_Terracotta_Army.jpg/800px-20021201051552_-_Terracotta_Army.jpg" border="0" alt="Bild:20021201051552 - Terracotta Army.jpg" width="369" height="264" /></a></p>
<p>Die Entdeckung der Anlage geschah rein zufällig im März 1974, als chinesische Bauern aus dem Dorf Xiyang versuchten, einen Brunnen zu bohren, um die Trockenheit zu bekämpfen. Am 29. März stießen sie auf eine harte, verbrannte Erdschicht. Bei einer Tiefe von vier Metern kamen Tonstücke zutage, darauf folgten ein mit Ziegelsteinen ausgelegter Boden, ein bronzener Armbrustmechanismus und bronzene Pfeilspitzen.</p>
<p>Soldaten der TerrakottaarmeeDie Nachricht verbreitete sich bis in die Kreisstadt Lintong. Der für den Schutz alter Kulturgegenstände zuständige Beamte Zhao Kangmin reiste mit Sachverständigen an die Fundstelle und nach diversen Untersuchungen der teilweise zerbrochenen, lebensgroßen Figuren wurde festgestellt, dass es sich um wertvolle Fundstücke aus der Qin-Zeit handelte. Die Figuren wurden ins Kulturhaus des Kreises Lintong gebracht und dort restauriert, die Information über diesen Fund wurde unter Verschluss gehalten.</p>
<p><span id="more-39"></span><br />
Die Anlage ist von einer rechteckig angelegten äußeren Mauer umgeben. Diese misst auf beiden Längsseiten 2.000 und in den Breiten 900 Meter. Anschließend folgt die innere Mauer, welche jeweils 1.200 Meter lang und 550 Meter breit ist. In dem großen Zwischenraum zwischen den Mauern sind ein Pferdestall, eine Grube mit Kalksteinpanzern und -helmen, die Wohnhäuser der Mausoleums-Beamten, die Wohnhäuser der Wächter, eine Grube mit seltenen Tieren und Vögeln und eine Grube mit Tänzern und Artisten angelegt worden.</p>
<p>Das innere Rechteck wird dominiert vom Grabhügel. In diesem künstlich aufgeschütteten und in Pyramidenform konstruierten Berg soll der Kaiser begraben worden sein. Umlagert wird der Hügel von Gruben mit Begleitbestattungen, Nebenhallen, einer Wohnhalle, einer Grube mit Zivilbeamten, sowie einer 3.025 Quadratmeter großen Grube mit bronzenen Streitwagen.</p>
<p>Ungefähr 310 Meter östlich der äußeren Umfriedung befinden sich zwei Gruben: Eine enthält Begleitbestattungen, die andere Pferdenachbildungen aus Ton. Nochmals knapp 300 Meter östlich hiervon &#8211; östlich des Sha &#8211; wurden vier weitere Gruben angelegt. In der ersten, welche eine Grundfläche von 14.260 Quadratmetern hat, befinden sich zirka 6.000 lebensgroße Terrakottasoldaten und 40 vierspannige Wagen mit Pferden aus Bronze oder Ton. Die nächste enthält auf 6.000 Quadratmetern 1.200 Terrakottafiguren und 89 Wagen. Eine Grube ist leer, in der letzten jedoch stehen 78 Figuren und ein Wagen. Die gesamte Mausoleumsanlage nimmt eine Fläche von 56 Quadratkilometern ein.<br />
Das Mausoleum befindet sich etwa 36 Kilometer nordöstlich von Xi’an in Zentralchina an der Linma-Straße. Zirka 1.300 Meter östlich der Anlage fließt der Sha, ein 84 Kilometer langer rechter Nebenfluss des Wei-Fluss (Wèi Hé). Die nächste urbane Siedlung in der Nähe ist die Kleinstadt Lintong, welche in leicht südwestlicher Richtung knapp fünfeinhalb Kilometer entfernt liegt.<br />
Quelle:wikipedia.de</p>
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		<title>März 1973</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 12:35:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bob Dylan</dc:creator>
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</html></div><h2>Start des Trikot-Sponsoring in der Bundesliga</h2>
<p>Als Trikotwerbung bezeichnet man im Sport das Tragen des Logos oder Schriftzugs eines Sponsors auf dem Trikot.</p>
<p>Durch das Tragen erhofft sich der Sponsor eine größere Bekanntheit seines Produkts (heutzutage lohnt sich Trikotwerbung zumeist aufgrund von Fernsehübertragungen).</p>
<p>Im Fußball führte der uruguayische Verein Peñarol Montevideo die Trikotwerbung Mitte der 1950er ein.</p>
<p>Der erste deutsche Verein war 1973 Eintracht Braunschweig, obwohl es der DFB untersagte. Eintracht-Sponsor Günter Mast war über den erbitterten Widerstand des DFB erfreut, da der Streit mit dem Verband seinen Produkten immer wieder kostenlose Schlagzeilen verschaffte. Das Eintracht-Trikot zeigte den Jägermeisterhirsch.</p>
<p><span id="more-38"></span></p>
<p>Eintracht Braunschweig schrieb am 24. März 1973 deutsche Sportgeschichte, als die Mannschaft, damals noch in der 1. Bundesliga, von Jägermeister gesponsert als erste deutsche Fußballmannschaft mit Trikotwerbung spielte. Allerdings bediente man sich hier eines Tricks, denn der DFB verbot Trikotwerbung, sodass die Eintracht kurzerhand das Firmenlogo der Firma als Vereinswappen übernahm und so &#8220;legal&#8221; werben konnte.</p>
<p>Dies war zugleich der erste große Auftritt von Günter Mast. Der Wolfenbütteler Kräuterlikörfabrikant begleitete in der Zeit von 1972 bis 1985 Eintracht als Sponsor und 1983 bis 1985 auch als Präsident. Sein publikumswirksamer Dauerstreit mit dem DFB – er wollte ursprünglich die Mannschaft in „Jägermeister Braunschweig“ umbenennen lassen – verschaffte seinen Produkten in ganz Deutschland werbewirksame Schlagzeilen.</p>
<p>Auf Braunschweig folgten der Hamburger SV (Campari), Eintracht Frankfurt (Remington), der MSV Duisburg (Brian Scott) und Fortuna Düsseldorf (Allkauf).</p>
<p>Obwohl sich die Spirituosen-Firma als Erfinder der Geschäftsidee feierte, war es in Wirklichkeit sechs Jahre zuvor schon der in Finanznöte geratene Club Wormatia Worms, der mit der Baumaschinenfirma Caterpillar auf der Brust auflaufen wollte (CAT). Doch das lehnte der DFB ab.</p>
<p>Bei Spielen von Fußballnationalmannschaften wird weltweit auf das Tragen von Trikotwerbung verzichtet.</p>
<p>Der bekannteste Fußballverein, der auf Trikotwerbung und damit auf jährliche Einnahmen in Millionenhöhe verzichtet, ist der FC Barcelona, der sich als „katalanische Nationalmannschaft“ versteht und auf sich die Regeln für Nationalmannschaften anwendet. Seit der Saison 2006/07 ist auf den Trikots von Barcelona trotzdem ein Schriftzug zu sehen, da der FC Barcelona mit der Unicef zusammenarbeitet und daher den Schriftzug der Organisation statt kommerzieller Werbung für die nächsten fünf Jahre tragen wird.</p>
<p><a class="image" title="Lionel Messi im Trikot des FC Barcelona mit UNICEF-Schriftzug" href="http://www.60er-und-70er.de/wiki/Bild:Lionel_Messi_31mar2007.jpg"><img class="thumbimage" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/83/Lionel_Messi_31mar2007.jpg/180px-Lionel_Messi_31mar2007.jpg" border="0" alt="Lionel Messi im Trikot des FC Barcelona mit UNICEF-Schriftzug" width="180" height="243" /></a></p>
<p>Auch Athletic Bilbao als „Nationalmannschaft des Baskenlandes“ verzichtete lange auf die Trikotwerbung.</p>
<p>Quelle:wikipedia.de</p>
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		<title>März 1979</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 11:51:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bob Dylan</dc:creator>
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</html></div><h2>Reaktorunfall in Harrisburg/USA</h2>
<p>Das Kernkraftwerk Three Mile Island</p>
<p><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Three_Mile_Island_%28color%29-2.jpg"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Three_Mile_Island_%28color%29-2.jpg" border="0" alt="Bild:Three Mile Island (color)-2.jpg" width="441" height="249" /></a></p>
<p>Am Morgen des 28. März 1979 um 4 Uhr und 36 Sekunden fielen bei Arbeiten an der Kondensatreinigungsanlage die zwei Hauptspeisepumpen im sekundären Kühlkreislauf mit nichtradioaktivem Wasser aus. Dieser Ausfall geschah aufgrund von mechanischen, pneumatischen oder elektrischen Problemen bei der Pumpensteuerung und verhinderte die Kühlung der zwei Dampferzeuger. Auf einer Website über das Unglück stellt der Publizist Scott Johnson dar, dass es zu dem Ausfall gekommen sei, weil jemand das Instrument Air System, das zur Steuerung pneumatischer Einrichtungen des Kraftwerks verwendet wurde, mittels eines Gummischlauchs mit einer Wasserleitung verbunden hat. So konnte Wasser in die Luftleitung eindringen, was dazu führte, dass sich die durch dieses System angesteuerten Ventile schlossen. Ob dieses Anschließen des Schlauchs aufgrund eines Versehens oder zu dem Zweck geschah, das Wasserversorgungssystem unter Druck zu setzen, ist nicht geklärt. Sowohl Druckluft- als auch Wasserversorgungssystem verfügten über die gleichen Chicago Pneumatic Fittings – was einen Konstruktionsfehler darstellte – die zudem noch schlecht markiert gewesen sein sollen. Außerdem sei es vor Ort dunkel gewesen. Auch der Bericht der Kommission des Präsidenten spricht von Wasser in dem besagten Druckluftsystem.</p>
<p><span id="more-13"></span></p>
<p>Als Folge des Ausfalls der Speisewasserpumpen schaltete sich zuerst der Turbosatz und sodann der Kernreaktor durch einen sog. SCRAM, die Notabschaltung, ab, d. h. die Regelstäbe fielen in den Kern und beendeten die nukleare Kettenreaktion. Nach einer Abschaltung des Reaktors entsteht aber immer noch eine beträchtliche Menge Wärme, die sog. Nachzerfallswärme. Die Wärmeleistung des Reaktors in TMI betrug unmittelbar nach dem Abschalten noch ca. 6 % (ca. 155 MW) und eine Stunde danach noch weniger als 1,2 % (ca. 31 MW) der thermischen Reaktornennleistung. Aufgrund dessen stieg der Druck im Primärkreislauf des Reaktors, der radioaktives Wasser enthält, an und erreichte im Druckhalter einen Wert von 158 bar. Im Regelbetrieb liegt der Wasserdruck im Primärkreislauf bei 151 bar. Um einen Leitungsbruch infolge Überdrucks zu vermeiden, öffnete sich ein Sicherheitsventil am Druckhalter. Dieses Ventil, das als PORV (Power operated relief valve) bezeichnet wird, hätte sich wieder schließen sollen, sobald der Druck auf 155 bar oder darunter gefallen war. Das hätte 13 Sekunden nach Beginn des Unfalls geschehen müssen, was jedoch nicht der Fall war und blieb über einen Zeitraum von mehr als zwei Stunden unbemerkt. Pro Minute entwich eine Tonne Kühlmittel zunächst in den Abblasetank des Druckhalters. Nachdem dieser kein weiteres Kühlmittel mehr fassen konnte, brach schließlich seine Berstscheibe und Reaktorkühlmittel konnte offen ins Containment, den Sicherheitsbehälter des Reaktors, austreten. Ein Leck im Primärkreislauf war entstanden – ein Kühlmittelverluststörfall war im Entstehen. Die Anzeigen im Kontrollraum zeigten jedoch nicht an, dass das Ventil noch offen war, was dazu führte, dass der Druck im primären Kühlkreislauf weiter absank.</p>
<p>Etwa gleichzeitig war an anderer Stelle im Kraftwerk ein weiteres Problem aufgetreten. Das Notfall-Speisewassersystem, das als Reserve für die Hauptspeisewasser-Pumpen dienen sollte, war 42 Stunden vor dem Unfall getestet worden. Als Teil des Tests wurden zwei Blockventile geschlossen und sollten am Ende des Tests wieder geöffnet werden. Doch dieses Mal, entweder durch einen Verfahrensfehler oder durch menschliches Versagen, wurden die Ventile nicht wieder geöffnet, wodurch das Notspeisesystem nicht funktionierte. Die Notspeisewasser-Pumpen liefen zwar, konnten aber aufgrund der geschlossenen Blockventile kein Wasser in die Dampferzeuger fördern und damit die vom Primärkreis gelieferte Nachzerfallswärme nicht abführen. Nach acht Minuten wurden die geschlossenen Ventile bemerkt und geöffnet. Nachdem sie geöffnet waren, begann das Notspeisesystem ordnungsgemäß zu arbeiten und versorgte die Dampferzeuger mit Wasser.</p>
<p>Während der Druck im Primärsystem aufgrund des offenen PORV-Ventils weiter sank, bildeten sich Dampfblasen außerhalb des Druckhalters. Aufgrund dessen verteilte sich das Wasser im System anders und der Druckhalter füllte sich mit Wasser. Der Füllstandsanzeiger, von dem der Bediener ablesen kann, wieviel Wasser zum Kühlen vorhanden ist, zeigte an, dass das System voll Wasser sei. Da der Füllstandsanzeiger seine Werte jedoch einzig aus dem Druckhalter bezog, der im Normalbetrieb mit 22 m³ Wasser und darüber 19 m³ Dampf gefüllt ist, jetzt aber fast vollständig mit Wasser gefüllt war, vermuteten die Reaktorfahrer fälschlicherweise, dass das System überfüllt wurde. Eine Füllstandsanzeige im Reaktordruckbehälter war nicht vorhanden. So stoppte einer der Bediener die zuvor automatisch angelaufene Notkühlung. Während der Ausbildung wurde den Reaktorfahrern beigebracht, unter allen Umständen zu verhindern, dass sich der Druckhalter vollständig mit Wasser füllt. Durch die im Normalbetrieb vorhandene Dampfblase im Druckhalter – die einzige im Primärkreislauf zugelassene – ist es möglich, den Druck im Primärkreislauf konstant zu halten, um so zu verhindern, dass Druckstöße zu einem Bersten der Rohrleitungen führen könnten. Jetzt aber befand sich eine große Dampfblase im oberen Bereich des Reaktordruckbehälters.</p>
<p>Nach fast 80 Minuten langsamen Temperaturanstiegs begannen die Pumpen des Primärkreislaufs zu kavitieren, da nicht mehr Wasser, sondern Dampf angesaugt wurde. Die Pumpen wurden abgeschaltet und man glaubte, dass die natürliche Zirkulation den Wasserfluss aufrechterhalte. Doch der Dampf im System der Rohrleitungen blockierte den primären Kühlkreislauf. Das nicht mehr zirkulierende Wasser verwandelte sich in zunehmendem Maße in Dampf. Nach rund 130 Minuten seit der ersten Fehlfunktion war der obere Teil des Reaktors nicht mehr von Kühlflüssigkeit umgeben. Dampf kann aufgrund seiner geringeren Wärmekapazität nur eine geringere Wärmemenge von den Brennstäben abtransportieren. Das führt zu einer Temperaturerhöhung. Deshalb ist es wichtig, den Druck im Primärkreislauf soweit aufrechtzuerhalten, dass das Wasser bei der jeweils herrschenden Temperatur nicht verdampfen kann, sondern flüssig bleibt.</p>
<p>Bei hohen Temperaturen setzt eine Zirconium-Wasser-Reaktion ein. Die Hülle der Brennstäbe wird dabei oxidiert und Wasserstoff freigesetzt. Diese Reaktion zerstörte die Hüllrohre der Brennstäbe von außen nach innen. Der freigesetzte Wasserstoff sammelte sich zunächst im Reaktordeckel und gelangte später über die offene Verbindung Druckhalter-Abblasetank über die gebrochene Berstscheibe zusammen mit dem Kühlmittel ins Containment. Durch den dort vorhandenen Luftsauerstoff konnte sich im Containment Knallgas bilden.</p>
<p>Das ausgeströmte, stark radioaktive Kühlmittel sammelte sich an der tiefsten Stelle des Sicherheitsbehälters, dem sogenannten Sumpf. Von dort wurde es durch einen Schaltfehler in einen Sammeltank im Hilfsanlagengebäude außerhalb des Containments gepumpt. Der Tank lief schließlich über, das Wasser gaste aus und ein kleinerer Teil dieser Gase gelangte durch ungenügende Filter in die Umgebung. Ein weiterer, angeblich weniger wichtiger Freisetzungspfad war ein kleines Leck in einem Dampferzeuger-Heizrohr, das nach einer gewissen Zeit angeblich isoliert werden konnte.</p>
<p>Um 6 Uhr war Schichtwechsel im Kontrollraum. Die neu Angekommenen bemerkten, dass die Temperatur im Reaktorsystem zu hoch war und nutzten ein Reserveventil, um den Verlust von Kühlwasser zu beenden. Bis zu diesem Zeitpunkt waren schon 150 m³ Kühlwasser aus dem primären Kühlkreislauf entwichen. Es waren 165 Minuten seit dem Beginn des Störfalls vergangen, als radioaktiv kontaminiertes Wasser die Sensoren erreichte. Zu diesem Zeitpunkt war die Radioaktivität im primären Kühlkreislauf 300-mal höher als erwartet: Die Kernschmelze war in vollem Gang.</p>
<p>Den Bedienern im Kontrollraum war lange nicht bewusst, dass der primäre Kühlkreislauf sehr wenig Wasser enthielt und mehr als die Hälfte des Kerns nicht mehr mit Kühlwasser bedeckt war. Ungefähr dreieinhalb Stunden nach Beginn des Störfalls begannen die herbeigeeilten Fachleute die Tragweite zu erkennen: Es wurde neues Wasser in den Primärkreis gepumpt. Später wurde ein Reservesicherheitsventil geöffnet, um den Druck zu reduzieren. Nach neun Stunden entzündete sich das Knallgasgemisch im Containment, dessen Innendruck erhöhte sich kurzzeitig in die Nähe des Auslegungsdrucks. Es waren fast 16 Stunden vergangen, als die Pumpen im Primärkreislauf wieder eingeschaltet wurden und die Kerntemperatur zu fallen begann. Ein großer Teil des Kerns war geschmolzen. Während der nächsten Woche wurden sowohl Wasserstoff als auch Wasserdampf aus dem Reaktor entfernt. Das geschah zum einen durch Kondensatoren aber auch, was sehr umstritten war, durch einfaches Ablassen in die Atmosphäre. Es wird geschätzt, dass während des Zwischenfalls radioaktives Gas (in Form von Krypton 85) mit einer Aktivität von etwa 1,665 · 1015 Bq entwich.</p>
<p>Quelle:wikipedia.de</p>
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