Die 60er und 70er Jahre

Zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts im Fokus

Archive for the 'Politik' Category

April 1975


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am 30.April endet der Vietnam-Krieg mit der Einnamhe Saigons

Der Vietnamkrieg (auch Zweiter Indochinakrieg oder Amerikanischer Krieg) bezeichnet die letzte, besonders verlustreiche Etappe in einem dreißigjährigen bewaffneten Konflikt, der 1946 mit dem Widerstand der vietnamesischen Kommunisten und anderer Gruppierungen gegen die französische Kolonialmacht begonnen hatte. Er steht als Stellvertreterkrieg im Kontext des Kalten Krieges.

Seit dem Jahre 1954 war Vietnam in einen kommunistischen Norden und einen antikommunistischen Süden geteilt, was zunächst als Provisorium gedacht war. Der Süden wurde nur wenige Jahre später Schauplatz eines Bürgerkriegs, den die Vereinigten Staaten als Bedrohung ihrer Interessen interpretierten. Die offene Intervention der USA begann mit der Bombardierung Nordvietnams vom 2. März 1965. Am 8. März 1965 landeten die ersten regulären US-Kampftruppen im Land. Zuvor war das südvietnamesische Regime bereits mit einem kontinuierlich verstärkten Kontingent von „Militärberatern“ gegen die Guerilla der kommunistisch dominierten Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams (im Folgenden FNL – Front National de Libération –, auch NFL, im allgemeinen Sprachgebrauch Vietcong genannt) unterstützt worden. Die Grundlage für das offene Engagement der USA bildete der gefälschte Tonkin-Zwischenfall vom August 1964, welcher der Regierung Johnson den Anlass gab, den US-Kongress davon zu überzeugen, ein offenes Eingreifen zu legitimieren.

Die Sowjetunion und die Volksrepublik China stellten Nordvietnam militärische Hilfe zur Verfügung. Ab 1970 weiteten die Vereinigten Staaten ihre militärischen Aktionen, insbesondere die verheerenden Bombardierungen, auf die Nachbarstaaten Kambodscha und Laos aus. Die USA konnten ihr Ziel – Stabilisierung des Südens – allerdings nicht erreichen, sodass ab 1969 bis zum März 1973 die US-Truppen wieder aus Südvietnam abgezogen wurden. Der Krieg endete mit der Einnahme Sàigòns am 30. April 1975 durch nordvietnamesische Truppen und hatte die Wiedervereinigung des Landes zur Folge.

Der Vietnamkrieg forderte etwa drei Millionen Todesopfer, davon waren zwei Millionen Zivilpersonen. Vier Millionen Menschen erlitten schwere Verletzungen

Viele amerikanische Antikriegsfilme beschäftigen sich seither mit dem Kriegstraume.

Apocalypse Now ist ein Antikriegsfilm aus dem Jahr 1979, dessen Handlung während des Vietnamkriegs spielt. Er basiert auf einer freien Interpretation von Joseph Conrads Erzählung Herz der Finsternis sowie auf Michael Herrs Vietnamkriegs-Reportagen An die Hölle verraten – Dispatches.

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September 1973


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Putsch in Chile

Am 11. September 1973 putschte das Militär in Chile. Der drei Jahre zuvor demokratisch gewählte sozialistische Präsident Salvador Allende kam unter ungeklärten Umständen zu Tode, nachdem die Luftwaffe begonnen hatte, den Präsidentenpalast La Moneda zu bombardieren. Eine Militärjunta unter der Führung von Augusto Pinochet regierte Chile daraufhin bis zum 11. März 1990 als Diktatur. Der Putsch wurde von den USA politisch und finanziell unterstützt und war ein zentrales Ereignis im Kalten Krieg, mit ähnlich symbolhafter Bedeutung wie die Revolution in Kuba.

Regierung Allendes
1970 war der Sozialist Salvador Allende mit Unterstützung des Linksbündnisses Unidad Popular ins Präsidentenamt gewählt worden. Schon in den 1960er Jahren hatte sich das Land politisch immer mehr polarisiert. Allendes Vorgänger, Eduardo Frei Montalva, hatte bereits tiefe soziale und ökonomische Reformen begonnen, etwa die Kupferminen – Chiles wichtigstes Exportprodukt – teilweise verstaatlicht. Allende führt diese Politik weiter und vertiefte sie. Neben der vollständigen und entschädigungslosen Verstaatlichung der großen Kupferminen führte er eine umfassende Agrarreform und eine teilweise Nationalisierung von großen Banken und Industriebetrieben durch.

Zunehmende Politische Gewalt
1971 wurde der Christdemokrat und Ex-Minister Pérez Zújovic ermordet und die Tat der linksextremistischen Gruppe Vanguardia Obrero Popular (VOP) angelastet. Die Linksparteien warfen den Rechten vor, den Mord verübt zu haben, um die Christdemokraten von der Unterstützung Allendes abzubringen. Die genauen Hintergründe des Anschlages konnten bis heute nicht vollständig aufgeklärt werden. Im folgenden Jahr beendeten die Christdemokraten ihre Unterstützung für Allende und schlossen sich der rechten Opposition an.

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Juni 1967


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Der Student Benno Ohnesorg wird während einer Demonstration im Rahmen des Schah-Besuchs in Berlin erschossen

Benno Ohnesorg (* 15. Oktober 1940 in Hannover; † 2. Juni 1967 in Berlin) war Student der Romanistik und Germanistik in West-Berlin. Er war dort als Pazifist Mitglied einer evangelischen Studentengemeinde und wollte Gymnasiallehrer werden.

Durch seinen Tod wurde Ohnesorg bundesweit bekannt: Am 2. Juni 1967 wurde der 26-jährige bei einer Demonstration unter ungeklärten Umständen von dem Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras erschossen. Dies führte zu einer Ausbreitung und Radikalisierung der damaligen westdeutschen Studentenbewegung.

Todesumstände
Seit der Festnahme von elf Mitgliedern der Kommune I am 5. April 1967, die zu Unrecht eines geplanten Sprengstoffattentats auf US-Vizepräsident Hubert Humphrey verdächtigt wurden, war das Verhältnis zwischen Studenten und West-Berliner Behörden gespannt. Bei einer Demonstration gegen die Festnahme setzte die Polizei erstmals zivilgekleidete „Greiftrupps“ ein, die einzelne Demonstranten aus der Menge griffen, oft dabei misshandelten und dann wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt der uniformierten Polizei übergaben.

In einem Brief an Innensenator Wolfgang Büsch sprach Polizeipräsident Erich Duensing am 13. April von einem „Studentenkrieg“, der nicht mit Polizei, sondern nur mit Staatsanwälten und Gerichten zu bewältigen sei. In seiner Antwort am 8. Mai erwartete Büsch dagegen verschärfte Konfrontation, die größere Polizeiaufgebote notwendig machen würde. Er versicherte Duensing, dass „ihre Vorgesetzten auch dann für sie eintreten, wenn sich bei der nachträglichen taktischen und rechtlichen Prüfung Fehler herausstellen sollten. Das setzt allerdings voraus, dass diese Fehler nicht als Dienstpflichtverletzungen angesehen werden müssen.“[9] Er unterstützte also vorab erwartete Polizeimaßnahmen und wollte diese nicht gerichtlicher Prüfung aussetzen.

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März 1979


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Reaktorunfall in Harrisburg/USA

Das Kernkraftwerk Three Mile Island

Bild:Three Mile Island (color)-2.jpg

Am Morgen des 28. März 1979 um 4 Uhr und 36 Sekunden fielen bei Arbeiten an der Kondensatreinigungsanlage die zwei Hauptspeisepumpen im sekundären Kühlkreislauf mit nichtradioaktivem Wasser aus. Dieser Ausfall geschah aufgrund von mechanischen, pneumatischen oder elektrischen Problemen bei der Pumpensteuerung und verhinderte die Kühlung der zwei Dampferzeuger. Auf einer Website über das Unglück stellt der Publizist Scott Johnson dar, dass es zu dem Ausfall gekommen sei, weil jemand das Instrument Air System, das zur Steuerung pneumatischer Einrichtungen des Kraftwerks verwendet wurde, mittels eines Gummischlauchs mit einer Wasserleitung verbunden hat. So konnte Wasser in die Luftleitung eindringen, was dazu führte, dass sich die durch dieses System angesteuerten Ventile schlossen. Ob dieses Anschließen des Schlauchs aufgrund eines Versehens oder zu dem Zweck geschah, das Wasserversorgungssystem unter Druck zu setzen, ist nicht geklärt. Sowohl Druckluft- als auch Wasserversorgungssystem verfügten über die gleichen Chicago Pneumatic Fittings – was einen Konstruktionsfehler darstellte – die zudem noch schlecht markiert gewesen sein sollen. Außerdem sei es vor Ort dunkel gewesen. Auch der Bericht der Kommission des Präsidenten spricht von Wasser in dem besagten Druckluftsystem.

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Februar 1965


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Eine fazierende Persönlichkeit.

Am 21. Februar 1965 in New York City wird er erschossen. Auch ich wusste bis jetzt wo ich dieses Datum finde nicht genug und hatte nur ungenaue Vorstellungen wer dieser Mensch wirklich war:

Malcolm X

Zu seiner Ermordung findet sich folgendes:

Am 21. Februar 1965 hielt er in Harlem (wieder im Audubon Ballroom) einen Vortrag, als zwei Zuhörer scheinbar in Streit gerieten und die Ordner von ihm ablenkten. Eine Rauchbombe explodierte und im darauf folgenden Durcheinander wurde Malcolm X erst von einem Schuss aus einer abgesägten Schrotflinte und dann von 16 aus zwei verschiedenen Waffen abgefeuerten Kugeln getroffen und getötet.

Wer mehr erfahren möchte kann einfach weiterlesen

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