Die 60er und 70er Jahre

Zwei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts im Fokus

März 1974

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In China wird die Terrakotta-Armee entdeckt

Das Mausoleum Qín Shǐhuángdìs ist eine frühchinesische Grabanlage aus dem Jahre 210 v. Chr., welche für den ersten chinesischen Kaiser Qín Shǐhuángdì erbaut wurde. Es ist einer der größten Grabbauten weltweit und ebenso bekannt für seine Soldatenfiguren, die Terrakottaarmee.

Bild:20021201051552 - Terracotta Army.jpg

Die Entdeckung der Anlage geschah rein zufällig im März 1974, als chinesische Bauern aus dem Dorf Xiyang versuchten, einen Brunnen zu bohren, um die Trockenheit zu bekämpfen. Am 29. März stießen sie auf eine harte, verbrannte Erdschicht. Bei einer Tiefe von vier Metern kamen Tonstücke zutage, darauf folgten ein mit Ziegelsteinen ausgelegter Boden, ein bronzener Armbrustmechanismus und bronzene Pfeilspitzen.

Soldaten der TerrakottaarmeeDie Nachricht verbreitete sich bis in die Kreisstadt Lintong. Der für den Schutz alter Kulturgegenstände zuständige Beamte Zhao Kangmin reiste mit Sachverständigen an die Fundstelle und nach diversen Untersuchungen der teilweise zerbrochenen, lebensgroßen Figuren wurde festgestellt, dass es sich um wertvolle Fundstücke aus der Qin-Zeit handelte. Die Figuren wurden ins Kulturhaus des Kreises Lintong gebracht und dort restauriert, die Information über diesen Fund wurde unter Verschluss gehalten.


Die Anlage ist von einer rechteckig angelegten äußeren Mauer umgeben. Diese misst auf beiden Längsseiten 2.000 und in den Breiten 900 Meter. Anschließend folgt die innere Mauer, welche jeweils 1.200 Meter lang und 550 Meter breit ist. In dem großen Zwischenraum zwischen den Mauern sind ein Pferdestall, eine Grube mit Kalksteinpanzern und -helmen, die Wohnhäuser der Mausoleums-Beamten, die Wohnhäuser der Wächter, eine Grube mit seltenen Tieren und Vögeln und eine Grube mit Tänzern und Artisten angelegt worden.

Das innere Rechteck wird dominiert vom Grabhügel. In diesem künstlich aufgeschütteten und in Pyramidenform konstruierten Berg soll der Kaiser begraben worden sein. Umlagert wird der Hügel von Gruben mit Begleitbestattungen, Nebenhallen, einer Wohnhalle, einer Grube mit Zivilbeamten, sowie einer 3.025 Quadratmeter großen Grube mit bronzenen Streitwagen.

Ungefähr 310 Meter östlich der äußeren Umfriedung befinden sich zwei Gruben: Eine enthält Begleitbestattungen, die andere Pferdenachbildungen aus Ton. Nochmals knapp 300 Meter östlich hiervon – östlich des Sha – wurden vier weitere Gruben angelegt. In der ersten, welche eine Grundfläche von 14.260 Quadratmetern hat, befinden sich zirka 6.000 lebensgroße Terrakottasoldaten und 40 vierspannige Wagen mit Pferden aus Bronze oder Ton. Die nächste enthält auf 6.000 Quadratmetern 1.200 Terrakottafiguren und 89 Wagen. Eine Grube ist leer, in der letzten jedoch stehen 78 Figuren und ein Wagen. Die gesamte Mausoleumsanlage nimmt eine Fläche von 56 Quadratkilometern ein.
Das Mausoleum befindet sich etwa 36 Kilometer nordöstlich von Xi’an in Zentralchina an der Linma-Straße. Zirka 1.300 Meter östlich der Anlage fließt der Sha, ein 84 Kilometer langer rechter Nebenfluss des Wei-Fluss (Wèi Hé). Die nächste urbane Siedlung in der Nähe ist die Kleinstadt Lintong, welche in leicht südwestlicher Richtung knapp fünfeinhalb Kilometer entfernt liegt.
Quelle:wikipedia.de

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